Eiergrößen und Kochzeiten: Die Tabelle
Die Kochzeiten-Tabelle für alle Größen
Basis ist ein Ei der Größe M direkt aus dem Kühlschrank, das auf dem Herd ins sprudelnd kochende Wasser kommt. Von dort rechnet die Faustregel hoch und runter:
| Garstufe | S (−30 s) | M (Basis) | L (+30 s) | XL (+60–90 s) |
|---|---|---|---|---|
| Weich | ca. 4:30 | 5:00 | ca. 5:30 | ca. 6:00–6:30 |
| Wachsweich | ca. 6:30 | 7:00 | ca. 7:30 | ca. 8:00–8:30 |
| Hart | ca. 9:30 | 10:00 | ca. 10:30 | ca. 11:00–11:30 |
| Extra hart | ca. 12:30 | 13:00 | ca. 13:30 | ca. 14:00–14:30 |
Auf Induktion ziehst du von den M-Basiszeiten pauschal 30 Sekunden ab (4:30 / 6:30 / 9:30 / 12:30) und wendest die Größenregel darauf an. Beim Eierkocher spielt die Größe eine kleinere Rolle, weil die Wassermenge die Garzeit steuert — dort gelten die Gesamtzeiten 8:00 / 10:00 / 12:00 / 14:30 ab dem Einschalten.
Warum die Größe die Zeit verschiebt
Die Hitze wandert von außen nach innen. Je mehr Masse um das Eigelb liegt, desto länger dauert es, bis die Zieltemperatur im Kern ankommt — ein XL-Ei ist schlicht ein weiterer Weg für die Wärme als ein S-Ei. Die Handelsklassen machen das greifbar: S wiegt unter 53 g, M zwischen 53 und 63 g, L zwischen 63 und 73 g, XL ab 73 g. Zwischen einem kleinen S und einem großen XL liegen also gut 40 Prozent mehr Ei.
Die gute Nachricht: Die Verschiebung ist klein und gut vorhersagbar. Du musst keine neue Tabelle lernen — nur die eine Faustregel: ±30 Sekunden pro Größenklasse, bei XL eher 60–90 Sekunden drauf.
Die zweite Stellschraube: Temperatur
Neben der Größe verschiebt noch etwas die Kochzeit: die Starttemperatur des Eis. Alle Werte in der Tabelle gelten für Eier direkt aus dem Kühlschrank. Ein zimmerwarmes Ei ist grob 30–60 Sekunden früher fertig — Details im Ratgeber Eier aus dem Kühlschrank kochen.
Damit die Tabelle überhaupt stimmt, braucht sie einen festen Bezugspunkt: sprudelnd kochendes Wasser beim Start. Nur dann ist die Wassertemperatur immer gleich und die Zeiten sind wiederholbar — warum das so wichtig ist, erklärt der Vergleich kaltes oder kochendes Wasser. Und wer auf über 1.000 Metern kocht, hat noch eine dritte Stellschraube: die Höhe.
In der Praxis: einmal einstellen, nie mehr rechnen
Im Alltag kauft kaum jemand jede Woche eine andere Eiergröße. Meist liegt immer dieselbe Packung im Kühlschrank — und dann lohnt es sich, die passende Zeit einmal festzulegen, statt vor jedem Frühstück zu rechnen.
Genau so ist Eieruhr gedacht: Die vier Garstufen sind mit den M-Zeiten für Herd, Induktion und Eierkocher vorbelegt. Kaufst du L oder XL, passt du mit den eigenen Kochzeiten (einmaliger Pro-Kauf, kein Abo) jede Zeit in 15-Sekunden-Schritten an — je Garstufe und Gerät, von 2:00 bis 30:00. Dein wachsweiches L-Ei liegt dann dauerhaft bei 7:30, und der Wecker-Alarm übernimmt den Rest.
